BMVI will Blockchain-Potenzial für Mobilitätsdaten erkunden

Das BMVI will die Blockchain-Technologie auf Anwendungsmöglichkeiten für Mobilitätsdaten prüfen lassen. Das geht aus einer Ausschreibung hervor, die das Ministerium in der vergangenen Woche veröffentlicht hat. In einem Grundgutachten sollen das wirtschaftliche Potenzial und die rechtlichen Herausforderungen beim Einsatz der Blockchain-Technologie (Distributed-Ledger-Technologie - DLT) „insbesondere im Mobilitätssektor“ untersuchen lassen.

Die Blockchain-Technologie könnte Bürger in die Lage versetzen, „ihre“ (Roh-) Daten effizient und sicher zu verwalten und zu vermarkten und sie so beim Wahrnehmen ihrer Datensouveränität unterstützen, vermutet das BMVI.

Hintergrund der Initiative ist, dass in der Mobilität einerseits immer mehr Daten anfallen – erst recht beim automatisierten und vernetzten Fahren – und zugleich verschiedene Branchen Interesse haben, diese Datensätze nutzen zu können. Laut BMVI stellt sich die Frage, ob sich mittels der Blockchain-Technologie ein Datenmarktplatz schaffen lässt, zu dem prinzipiell jeder Zugang hat. Die neue Technik „könnte … einen Meilenstein in der Schaffung eines nationalen und europäischen Datenmarkts sein, an dem jeder Marktteilnehmer teilhaben kann“.

Das Projekt soll circa zehn Monate dauern und mit einer Veranstaltung für die interessierte Fachöffentlichkeit im BMVI abgeschlossen werden.

Bei Blockchain – oder allgemeiner DLT – wird auf eine zentrale Datenbank verzichtet. Vielmehr werden alle Datensätze eines Netzes bei allen Akteuren hinterlegt. Dadurch ist eine isolierte Datenmanipulation praktisch unmöglich. Je nach Art eines DLT-Netzes kann auch die Dateneingabe durch jedermann ermöglicht werden. (roe)

Externer Link: Leistungsbeschreibung Blockchain-Gutachten