Aufgefischt 30.5.2018

  • Diesel I: Updates verzögern sich
  • Diesel II: Nach Hamburg nun auch Kiel?
  • Diesel III: Mehr Autochefs zum Rapport beim BMVI
  • Weitere Hochstufung aus potenziellem Bedarf in Sicht
  • Soundgenerator-Verbot erreicht breite Öffentlichkeit

Die Software-Updates werden – anders als auf dem Nationalen Forum Diesel von der Industrie zugesagt – nicht mehr 2018 abgeschlossen. Der Chef des Autoindustrieverbandes VDA, Bernhard Mattes, sagte im Interview mit der Passauer Neuen Presse, „der Großteil der Fahrzeuge bekommt die Updates bis Ende des Jahres, der Rest folgt im kommenden Jahr“. Hardware-Nachrüstungen lehnt Mattes wegen des langen Vorlaufs und der Komplexität ab. Der von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgeschlagene Stufenplan (siehe hier) bedeute eine Ungleichbehandlung von Dieselfahrern aus unterschiedlichen Regionen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mahnte die Autoindustrie via Twitter und im Handelsblatt, ihre Zusagen einzuhalten.

Das schleswig-holsteinische Umweltministerium erwägt ein streckenbezogenes Fahrverbot für ältere Diesel-Pkw auf den Theodor-Heuss-Ring in Kiel, berichtet unter anderem der NDR. Sowohl das Verkehrsministerium als auch der Oberbürgermeister lehnen das ab

Laut Handelsblatt soll am Montag nicht nur Daimler-Chef Dieter Zetsche bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gewesen sein, sondern auch Audi-Chef Rupert Stadler. Bei diesem Gespräch sei es aber um die geplanten Software-Updates gegangen sein.

Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann sieht laut Hamburger Abendblatt gute Chancen, dass der durchgängig zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke (Hamburg-) Niebüll-Westerland vom potenziellen in den vordringlichen Bedarf des BVWP 2030 aufrückt. Als Zwischenlösung ist laut SHZ-Zeitungen eine Verlängerung des vorhandenen zweigleisigen Begegnungsabschnitts im Gespräch. Aktuell gibt es massive Einschränkungen auf der Strecke, weil die DB wegen maroder Schienen den Fahrplan nicht einhalten kann (DB-Pressemitteilung).

Laut Spiegel Online verbietet das BMVI Soundgeneratoren. Der Verkehrsbrief hatte darüber bereits Anfang April berichtet (siehe hier). (roe)