Aufgefischt 18.5.2018

  • Wohin fließt das Geld aus dem Mautstreit?
  • Sachsen macht Druck bei Neubaustrecke
  • Brennstoffzellenzüge ab 2022
  • KEP-Branche mit modernen Flotten unterwegs

Laut Handelsblatt soll ein Großteil der 3,2 Mrd. EUR aus dem Vergleich im Mautstreit an das Bundesfinanzministerium fließen. Dazu zählen 1,1 Mrd. EUR einbehaltene Vergütungen für Toll Collect, die der Bund schon ausgegeben hat. 700 Mio. EUR beansprucht das BMF für Verkehrsinvestitionen, die es 2004 vorfinanziert hatte, weil die Lkw-Maut noch keine Einnahmen lieferte.

Sachsen will möglichst noch 2018 das Raumordnungsverfahren für die Neubaustrecke Dresden-Usti (-Prag) einleiten, teilt das Landesverkehrsministerium mit. Dafür ist im Herbst eine Auftaktkonferenz der Landesdirektion Sachsen (frühere Ebene der Regierungspräsidien) vorgesehen.

Baden-Württemberg will 2022 auf dem sogenannten Ortenau-Netz rund um Offenburg mit dem Einsatz von Brennstoffzellen-Triebzügen beginnen. Mit dem Verkehr soll die mittelbar landeseigene Bahngesellschaft Trapico direkt beauftragt werden, teilt das Landesverkehrsministerium mit. Beschaffung, Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge werden europaweit ausgeschrieben. Aktuell gibt es mit Alstom nur einen Anbieter von Brennstoffzellenzügen.

Der Anteil der Euro-6/VI-Fahrzeuge bei den Kurier, Express- und Paketdiensten liegt in allen Gewichtsklassen über dem bundesweiten Durchschnitt, hat eine Erhebung im Auftrag des KEP-Verbandes BIEK ergeben. Auch der Anteil der Elektrofahrzeuge liegt über dem Durchschnitt. Basis sind zwei Drittel der KEP-Flotte. Wie es auf Nachfrage des Verkehrsbriefs hieß, sind darin alle großen KEP-Dienstleister erfasst. (roe)