4,6 Prozent der Pkw-Fahrer mit Smartphone am Steuer

Je nach Straßentyp benutzen zwischen 3 und 5 Prozent der Pkw-Fahrer während der Fahrt ihr Smartphone. Das ergab eine erste Stichprobe in einer Studie des Aachener Beratungsunternehmens DTV-Verkehrsconsult und der TU Braunschweig für die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), die dem Verkehrsbrief vorliegt. Danach telefonieren oder tippen innerorts 5,2 Prozent der Autofahrer, 4,4 Prozent auf den Autobahnen und 3,0 Prozent auf Landstraßen. Erfasst wurden auch Autofahrer, die in legaler Weise mit Freisprecheinrichtung telefonierten.

Daten: BASt/eigene Berechnungen; Grafik: roe

„Mittelalte“ Autofahrer (21 bis 60 Jahre) beschäftigten sich deutlich häufiger mit ihrem Smartphone als ältere Autofahrer. Dort lag die Quote der Handynutzer nur bei rund 1 Prozent. Ob sehr junge Autofahrer (bis 20 Jahre) ihr Handy besonders intensiv nutzen, war aufgrund der geringen Fallzahl nicht festzustellen. Entgegen manchen Klischees benutzen Männer Handys übrigens etwas häufiger als Frauen. Die Quote der Handynutzer sinkt übrigens sehr deutlich, sobald ein Beifahrer im Auto sitzt. Dann sind es nur noch 1,5 Prozent.

Überrascht waren die Forscher von der Quote der Handynutzer innerorts. In einer ersten Untersuchung in Braunschweig im Jahr 2015 hatten sich 8,4 Prozent der Autofahrer mit ihrem Handy beschäftigt. Auffällig sind verhältnismäßig große Unterschiede zwischen den beiden Untersuchungsräumen Aachen und Braunschweig; die Forscher vermuten, dass dahinter die unterschiedliche Tageszeiten der jeweiligen Erhebungen stehen.

Hauptziel der Studie „Konzept für eine regelmäßige Erhebung der Nutzungshäufigkeit von Smartphones bei Pkw-Fahrern“ war es, eine einfach bedienbare Tablet-Software zu entwickeln, um in größerem Umfang und in standardisierter Weise die Ablenkung durch Smartphones erfassen zu können. (roe)