Verkehrsinvestitionsbericht macht Brückenstrategie sichtbar

  • 2015 sind in der Summe alle Investitionsmittel abgeflossen

Der Trend zu einer offenbar kosteneffizienten Erhaltungspraxis bei den Bundesfernstraßen-Brücken setzt sich fort. Laut dem dieser Tage vorgelegten Verkehrsinvestitionsbericht für das Berichtsjahr 2015 hat der Anteil der „mittelmäßig“ bewerteten Brückenfläche erneut zugenommen, während die Anteile mit guten und schlechten Noten abgenommen haben.

Brückenzustandsnoten
Jahr 1,0-1,4 1,5-1,9 2,0-2,4 2,5-2,9 3,0-3,4 3,5-4,0
2009 4,7 10,9 37,9 32,1 12,4 2
2010 4,5 10,5 38,4 32,8 12,1 1,7
2011 4,2 10,1 39 33,2 12 1,6
2012 4 9,8 39,4 33,3 11,8 1,7
2013 3,9 9,7 39,4 33,5 11,8 1,7
2014 3,5 9,2 40,5 33,5 11,5 1,7
2015 3,6 9,1 41,2 33,3 11 1,8

Daten: BMVI

Gleichzeitig konnten aber 2015 zum ersten Mal die schleichende Verschlechterung des durchschnittlichen Brückenzustands seit 2011 gestoppt werden. Da sich die Veränderungen aber im 3. Nachkommabereich abspielen, sollten sie auch nicht überbewertet werden.

Daten: BMVI/Grafik: roe

2015 sind in der Summe alle Investitionsmittel abgeflossen

Hauptaufgabe des Verkehrsinvestitionsberichtes ist es, die Investitionsentwicklung bei den Bundesverkehrswegen im jeweiligen Berichtsjahr projektscharf nachzuvollziehen:

  • Für die Bundesschienenwege standen rund 4,6 Mrd. EUR zur Verfügung, die in der Summe auch ausgegeben wurden (4,615 Mrd. EUR);
  • Für die Bundeswasserstraßen stand rund 1 Mrd. EUR zur Verfügung, ausgegeben wurden rund 760 Mio. EUR;
  • Dafür konnten in die Bundesfernstraßen nicht nur die vorgesehen 5,06 Mrd. EUR investiert werden, sondern sogar 5,27 Mrd. EUR. (roe)

Externer Link: Verkehrsinvestitionsbericht für das Berichtsjahr 2015