Umweltministerium fördert Streetscooter-Einführung weiter

Das Bundesumweltministerium unterstützt die Einführung der elektromobilen Zustellung bei der Deutschen Post mit zusätzlichen 7,7 Mio. EUR. Das gab Ressortchefin Barbara Hendricks am Donnerstag vor Journalisten in Berlin bekannt. Damit soll der Einsatz von weiteren 1100 Streetscooter-Zustellfahrzeugen in den 28 von EU-Vertragsverletzungsverfahren betroffenen Städten gefördert werden. Das BMUB-Förderprogramm „CO2-freie Zustellung“ kommt so auf ein Gesamtvolumen von 17 Mio. EUR.

Hendricks räumte auf Nachfrage ein, dass aus dem Programm bisher nur die Entwicklung und Einsatz von Streetscootern bei der Post gefördert worden sei. Sie rechtfertigte es aber damit, das es von anderen Herstellern keine Fahrzeuge und von anderen Zustellunternehmen keine Nachfrage gegeben habe.

Post-Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes betonte, dass sich das Unternehmen bemühe, auch konzernfremde Kunden schnell mit den sehr gut nachgefragten Fahrzeugen zu beliefern. Er sei jedoch in der schwierigen Situation, dass es auch konzernintern eine hohe Nachfrage nach den Fahrzeugen gebe, vor allem aus den erwähnten 28 Städten. Um der Nachfrage besser gerecht werden zu können, sei jetzt eine zweite Produktionslinie im Aufbau. Im Angebot sind aktuell zwei Kastenwagen-Versionen und ein Dreiseitenkipper für kommunale Flotten.

Hendricks ergänzte, dass 2010 beim Start der Förderung für das damals noch unabhängige Startup wohl niemand erwartet hätte, dass daraus ein führender Hersteller von Elektroautos wird. (roe)