Noch mehr Planungspersonal für Elbe-Lübeck-Kanal nötig

Für den umstrittenen Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals (ELK) wird noch mehr Planungspersonal benötigt als bisher bekannt. Wie das BMVI auf eine Anfrage des SPD-Binnenschifffahrtsexperten Gustav Herzog mitteilte, benötigt die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) für diese Projekt 140 Mitarbeiter. Bisher war hinter vorgehaltener Hand von 122 Mitarbeitern in der Bauphase die Rede (siehe auch hier). 18 Stellen sind bereits besetzt. Das 838 Mio. EUR teure Projekt gilt als umstritten, weil es bei der Bewertung für den Bundesverkehrswegeplan 2030 nur ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 0,5 erzielt hatte, also deutlich unter der Wirtschaftlichkeit. Für das Projekt hatte sich vor allem der CDU-Haushaltspolitiker Norbert Brackmann aus dem Kreis Lauenburg eingesetzt.

Für die mit einem extrem guten NKV von über 30 bewertete Fahrrinnenvertiefung am Mittelrhein sind laut BMVI bisher nur vier Mitarbeiter abgestellt. Dabei wird das Verfahren selbst vom Ministerium als "flussbaulich komplex" bewertet. „Weitere Stellen werden vom BMVI für den Haushalt 2018 angemeldet.“ (roe)