Hochstufung des Bahnausbaus nach Prag hängt

  • Furth und Marktredwitz nicht in Konkurrenz

Das BMVI will sich noch nicht festlegen, wann der Ausbau der Bahnstrecke München-Regensburg-Furth (-Prag) vom potenziellen in den vordringlichen Bedarf aufsteigt. Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann teilte auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Thomas Gambke lediglich mit, die Bewertung sei soweit gediehen, dass von einem gesamtwirtschaftlich positiven Ergebnis ausgegangen werden könne. „Mit dieser positiven Bewertung wird die Ausbaustrecke (ABS) München–Regensburg–Prag in den vordringlichen Bedarf aufsteigen.“

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hatte beim deutsch-tschechischen Bahngipfel vor rund einem Monat eine Hochstufung noch vor der Bundestagswahl in Aussicht gestellt. Auf dem Gipfel hatte Freistaat Bayern noch einmal mit einer ausführlichen Machbarkeitsstudie für den Ausbau geworben (siehe hier). Die Kosten auf deutscher Seite hatten die Gutachter mit je nach Variante 1,2 bis 1,5 Mrd. EUR EUR beziffert.

Furth und Marktredwitz nicht in Konkurrenz

Ferlemann versicherte Gambke indirekt, die Hochstufung der Strecke München-Regensburg-Furth werde nicht mit dem bereits als vordringlich eingestuften Ausbau der Strecke Nürnberg-Marktredwitz (-Prag) konkurrieren. „Die Strecke Nürnberg–Marktredwitz–Prag und München–Regensburg/Nürnberg-Schwandorf–Prag haben ein unterschiedliches Fahrgast- und Güterpotential“, hob er hervor. (roe)

Externer Link: BVWP-Projektdossier Bahnausbau München/Nürnberg-Regensburg-Prag