Doch mehr Updates für Diesel ausländischer Hersteller?

  • Spekulationen über Zahlen

Die Ablehnungsfront der Importeure gegen Software-Updates für Diesel-Pkw ist brüchiger als bisher bekannt. Außer Renault/Dacia, die von der französischen Regierung zu Software-Updates von Euro-6-Diesel-Pkw gezwungen worden waren (siehe hier und hier), beteiligen sich auch Suzuki und Fiat. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor. Eine Sprecherin des BMVI wollte am Freitag gegenüber dem Verkehrsbrief keine Angaben zur Zahl der nachzurüstenden Fahrzeuge der einzelnen Hersteller machen. Das sei erst möglich, wenn das KBA die Nachrüstung freigegeben habe. Auf eine Anfrage des Verkehrsbriefs an Suzuki gab es bis Freitagabend keine Reaktion. Fiat stellte eine zeitnahe Antwort in Aussicht, die aber ausblieb.

Spekulationen über Zahlen

Zieht man die nach dem Nationalen Forum Diesel am 2. August genannten Zahlen heran, kann es sich allerhöchstens um 300.000 Fahrzeuge ausländischer Hersteller handeln. Davon sind allerdings noch Opel-Modelle in unbekannter Zahl abzuziehen. Die Nachrüstaktion für Euro-6-Pkw von Renault war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. In Fachkreisen ist zu hören, dass sich die Erwähnung von Renault/Dacia im Zusammenhang mit dem Diesel-Forum wohl nur auf die Nachrüstung derjenigen Modelle bezieht, die auch von Daimler quasi baugleich verkauft werden (Mercedes Citan). Diese Fahrzeuge sind zahlenmäßig eher unbedeutend. Das BMVI betonte am Freitag wohl in diesem Wissen, dass der Appell an die ausländischen Hersteller, sich endlich vollumfänglich an der Nachrüstaktion zu beteiligen, weiter aktuell ist.

Der Importeursverband VDIK hatte auf dem Nationalen Forum Diesel am 2. August zwar grundsätzlich in Aussicht gestellt, dass sich auch die ausländischen Hersteller beteiligen, aber dann auf die Zuständigkeit der einzelnen Unternehmen verwiesen (siehe hier). Später hatten sich die Unternehmen im VDIK offenbar geeinigt, sich an den Software-Updates gar nicht zu beteiligen (siehe hier). (roe)

Externer Link: Antwort auf Kleine Anfrage zum Nationalen Forum Diesel