Bund und Länder wollen Kfz-Soundtuning eindämmen

Bund und Länder wollen der Lärmbelästigung durch Auspuff-Soundtuning Einhalt gebieten. Der Bund-Länder-Fachausschuss Technisches Kraftfahrwesen (BLFA-TK) hat im Verkehrsblatt einen Beschluss veröffentlicht, mit dem Nachrüst-Soundgeneratoren sowie das Tuning von Soundgeneratoren und Klappen-Schalldämpferanlagen de facto verboten werden. Als Grund wird eine nach Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) unzulässige Lärmbelästigung angegeben.

Teilegutachten für Nachrüst-Soundgeneratoren sind laut Beschluss nicht mit den einschlägigen EU- und UN-Regelungen vereinbar und „daher abzulehnen“. Bei schon erteilten Teilegutachten muss bei der Prüfer bei der Einzelabnahme nach dem Einbau prüfen, ob die in der Typzulassung ausgewiesen Lärmemissionen in allen real möglichen Fahrzuständen eingehalten werden. Sie müssen ähnlich wie bei den Luftschadstoffen jetzt gewissermaßen „Real Driving Emissions“ einhalten. Das gilt auch für das Software-Tuning serienmäßig verbauter Soundgeneratoren und Klappenschalldämpfer, die noch gemäß älteren Zulassungsvorschriften zugelassen worden sind und daher nur in bestimmten wenig fordernden Fahrzuständen die Grenzwerte erfüllen mussten.

In beiden Fällen ist die Einhaltung der Lärmgrenzen nach Einschätzung von Fachleuten gegenüber dem Verkehrsbrief weder realistisch noch für die Käufer attraktiv. Damit dürfte das (legale) Soundtuning zunächst ein Ende finden. (roe)