BMVI bestätigt verpatzten Start der Neubaustrecke München-Berlin

  • Jetzt überdurchschnittliche Qualität

Das BMVI hat auf eine Anfrage von Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer eine außergewöhnlich schlechte Pünktlichkeit der Züge auf der Neubaustrecke Berlin-München (VDE 8) in den ersten Tagen nach der Betriebsaufnahme eingeräumt. Wie Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann unter Berufung auf Angaben der DB schreibt, kam in den ersten acht Tagen 43 Prozent aller Züge um sechs oder mehr Minuten verspätet am Zielbahnhof an. Lediglich ein Drittel war auf die Minute pünktlich. Gemessen an allen Verkehrshalten des gesamten Laufwegs war ein Drittel der Züge um mehr als sechs Minuten verspätet.

Als Grund für die Verspätungen hatte die DB technische Schwierigkeiten mit dem Zugleitsystem ETCS in den nachgerüsteten ICE1-Zügen sowie Beschädigungen von Zügen aufgrund des Wetters genannt.

Jetzt überdurchschnittliche Qualität

Inzwischen liege die Pünktlichkeit auf der Strecke „teilweise“ bei 90 Prozent und damit „oft“ über dem bundesweiten Durchschnitt für den Fernverkehr, wie die DB am Dienstag mitteilte. Laut DB-eigener Statistik lag die Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr im zweiten Halbjahr 2017 konstant unter 80 Prozent.

Wie es weiter hieß, sei die Zahl der Fahrgäste im ersten Monat nach der Inbetriebnahme gegenüber dem Vorjahr um das 2,4-fache gestiegen. Für das Gesamtjahr rechnet die DB mit einer Verdoppelung. (roe)