BMVI bereitet genauere Verkehrsprognosen vor

Das Bundesverkehrsministerium will die Prognosen des Personenverkehrs bis zur nächsten Bedarfsplanüberprüfung – voraussichtlich um 2020/2021 - deutlich verfeinern. Zu diesem Zweck sollen die Attraktivität von potenziellen Fahrtzielen für Ausbildungszwecke, Einkaufs- und Erledigungsfahrten, Urlaub und „Privatfahrten“ bundesweit in einem 100m-Gitterzellenraster ermittelt werden. Unter „Privatfahrten“ werden dabei Freizeitfahrten bis zu vier Tagen Dauer, Besuchsfahrten und Wochenendpendelfahrten zusammengefasst. Eine entsprechendes Paket von vier Ausschreibungen hat das BMVI in der vergangenen Woche veröffentlicht.

Wie aus den Unterlagen hervorgeht, sollen in einem ersten Schritt die Daten für das Basisjahr 2015 ermittelt werden. Für Ausbildungsfahrten soll zum Beispiel die Attraktivität eines Zielortes an Studenten- und Schülerzahlen festgemacht werden, möglichst differenziert nach Schularten. In ähnlicher Weise sollen „Einkaufsgelegenheiten“ – darunter fallen auch Behörden und medizinische Einrichtungen – ermittelt werden.

In einem weiteren Schritt soll dann die Attraktivität der Fahrtziele in Fünfjahresschritten bis 2035 prognostiziert werden. Bisher hat das BMVI bei seinen Verkehrsprognosen nur vereinfachend auf bundesweit verfügbare Strukturdaten wie zum Beispiel Erwerbstätige oder Übernachtungskapazitäten zurückgegriffen. (roe)

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