Aufgefischt 12.4.2017

  • Straßensanierung im Südwesten erfolgreich
  • Oberleitungs-Lkw soll bei Verkehrswende helfen
  • Barthle erteilt Lärmschützern an der A8 eine Absage
  • Verkehrsforum fürchtet Untergang der Bundesfernstraßengesellschaft

Der Baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat eine positive Bilanz der Bemühungen zur Verbesserung des Straßenzustandes in seinem Land gezogen. Er führte das am Mittwoch in Stuttgart auf einen 2011 - dem Jahr, als er das Ministerium übernahm - eingeleiteten Paradigmenwechsel zurück.  In Berlin musste derweil eine für Pendler aus dem Nordosten wichtige Brücke der B 109 bis auf weiteres voll gesperrt werden. Ein durchgehender Riss gefährdet die Tragfähigkeit.

Mit der Förderung von Teststrecken für Oberleitungs-Lkw will Umweltministerin Barbara Hendricks auch einen Beitrag zur Verkehrswende leisten. Ohne den Umstieg auf erneuerbare Energien ließen sich die Klimaziele der Bundesregierung nicht erreichen, erklärte sie bei einem Besuch des Testgeländes in der Uckermark am Dienstag. Zwei Autobahnteilstücke sollen bis Ende 2018 versuchsweise mit Oberleitung für Lkw ausgestattet werden.

Der Lärmschutz an der A 8 bei Remchingen wird nachträglich nicht verbessert. Das teilte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Norbert Barthle (CDU), der Gemeinde und ihrer Bürgerinitiave „Ruhe jetzt“ mit. Sie hatte fehlerhafte Gutachten im Planfeststellungsbeschluss moniert. Barthle erklärte nach Angaben der "Pforzheimer Zeitung", der „Planfeststellungsbeschluss von 2006 sei bestandskräftig“.

Das Deutsche Verkehrsforum macht sich Sorgen, ob der Grundsatzbeschluss zur Gründung einer Bundesfernstraßengesellschaft den Wahlkampf übersteht. "Es darf nicht sein, dass die größte Reform im Bereich der Bundesautobahnen seit Gründung der Bundesrepublik nun dem Wahlkampf zum Opfer fällt. Wir brauchen dringend den Effizienzschub, den eine zentrale Steuerung von Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Erhaltung der Bundesfernstraßen bringt", verlangte DVF-Präsidiumsvorsitzender Ulrich Nußbaum.